Ende der Netbooks

03. Mai 2010

Als die ersten Netbooks auf den Markt kamen, war die Euphorie um die praktischen und handlichen Geräte sehr groß. Doch nur wenige Jahre nach dem Launch des Asus Eee PC 701 könnte es sein, dass die Netbooks in Kürze nurmehr die zweite Geige im Bereich des mobilen Entertainments spielen. Hauptaugenmerk dürfte auf den Tablet PCs liegen, die in Form von Apple iPad und neofonie WePad die neue Nummer 1 werden wollen.

Intel verbucht weniger Verkäufe von Intel Atom CPUs

Ein erstes Anzeichen für das Abflauen des Netbook-Marktes ist die Tatsache, dass Intel einen Rückgang des Anteils der Atom-Prozessoren am Gesamtanteil der verkauften Mobil-CPUs zu verzeichnen hatte. Noch im vierten Quartal von 2009 haben die Intel Atom-CPUs einen Anteil von 24,3 Prozent der Verkäufe von mobilen CPUs verbuchen können.

Nur ein Quartal später ist dieser Wert um vier Punkte auf 20,3 Prozent gesunken, womit sich zeigt, dass stromsparende CPUs aus Netbooks weniger gefragt sind als noch ein Quartal zuvor.

Tablet PCs und Ende der Finanzkrise

Grund für den Rückgang bei Intel (und wahrscheinlich auch bei den Verkäufen von Netbooks im Allgemeinen) dürfte zum einen die Veröffentlichung der Tablet PCs à la Apple iPad oder WePad sein, die im Rampenlicht der Presse stehen und als Neuerung auch viele Kunden für sich gewinnen können.
Da bereits andere Hardwarehersteller wie etwa HP an einem Tablet PC arbeiten, dürfte es in Zukunft noch mehr Modelle der Tablet PCs geben, die den Netbooks gehörige Konkurrenz machen können.
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Außerdem ist das WePad bei Amazon zwischenzeitlich in der Kategorie „Computer & Zubehör“ auf Platz 1 angelangt, obwohl es noch nicht einmal auf dem Markt erschienen ist. Darunter werden natürlich auch die Verkäufe der Netbooks leiden, die in direkter Konkurrenz zu den Tablet PCs liegen.

Zum anderen ist die Finanzkrise vorbei und deshalb haben die Menschen auch mehr Geld in den Taschen, um sich nicht mehr auf günstige Netbooks fixieren zu müssen. Große Festplatten und Displays, schnelle CPUs und Blu Ray Laufwerke, all diese Merkmale lassen sich nicht mit dem Konzept der Netbooks verbinden.

Aus diesem Grund ist es wahrscheinlich, dass potentielle Käufer lieber zu einem großen Notebook oder gleich einem Desktop PC greifen und die Netbooks sträflich im Laden stehen lassen.

Ende der Netbooks noch nicht in Sicht

Trotz all dieser Punkte ist noch lange nicht gesagt, dass die Netbooks in Zukunft nur noch ein Randdasein fristen müssen. Denn immerhin plant auch AMD neue CPUs für Netbooks und immer mehr Programme lassen sich mit den kleinen Notebooks ausführen.

Deswegen sollte man die Netbooks noch nicht abschreiben und kann sich weiterhin ohne Bedenken Netbooks für zu Hause und auch die Arbeit kaufen.

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